Die 10 wichtigsten Fragen zu kleinen Bädern

Was man über kleine Bäder und ihre Renovierung/Sanierung wissen sollte

Mit einem kleinen Bad assoziiert man einen Mangel an Platz, Komfort und Attraktivität. Ein „Weniger“ an Grundfläche muss aber kein Nachteil sein. Ausstattung und Optik können ebenso vorteilhaft gestaltet werden wie in größeren Bädern. Varianten bei Sanitäranlagen, die Wahl der Beleuchtung und die Farbgestaltung liefern optimale Lösungen für ein räumlich begrenztes Platzangebot. In mancher Beziehung ist der Mini den Midi- und Maxi-Versionen sogar überlegen. In unseren wichtigsten 10 Fragen zu kleinen Bädern klären wir, was vor der Neugestaltung von etwa 3 bis 6 Quadratmetern Bad zu beachten ist.

1. Gibt es spezielle Sanitäranlagen für kleine Bäder?

Tatsächlich gibt es bei Dusche, Badewanne, Waschbecken und Toilette besondere Lösungen für kleine Räume. Für die platzsparende Nutzung von Ecken eignen sich Fünfeck- und Viertelkreisduschen ab 80 x 80. Für schmale Räume sind rechteckige Duschen mit nur 60 cm Tiefe und 90 cm Länge ideal. Wenn es eine viereckige Dusche sein soll, bietet sich ein Maß von 80 x 80 an.

Raumspar-Wannen verjüngen sich zum Fußende hin und nehmen deshalb weniger Tiefe in Anspruch als herkömmliche Modelle. Die typischen Maße einer länglichen Raumspar-Wanne liegen bei 170 cm Länge und 80/75 cm bzw. 50 cm Breite. Eckbadewannen haben ein geringeres Schenkelmaß bei etwa gleicher Wassermenge. Kompakte Waschbecken und verkürzte WCs sind weitere Optionen, wenn jeder Zentimeter zählt.

2. Was tun, wenn kein Platz für Badewanne und Dusche ist, beide Versionen aber ausdrücklich gewünscht werden?

Hier besteht die Lösung in einer Kombination aus Badewanne und Dusche. Dabei besteht die Basis aus einer Badewanne, die mit einer breiteren Duschzone ausgestattet ist. Im Idealfall besitzt dieser Bereich neben einer rutschhemmenden Oberfläche und einer Duschabtrennung auch einen absenkbaren Einstieg. So wird aus dem Allrounder eine echte Option für Ältere und Menschen mit Einschränkungen.

3. Ist es richtig, dass kleine Bäder auch kleine Fliesen brauchen?

Die Formel „kleines Bad -kleine Fliesen“ ist längst überholt. Mittlerweile werden nicht nur großflächige Fliesen, sondern auch komplett fugenlose Bodenbeläge für Minibäder empfohlen. Weniger Fugen bedeuten nämlich, dass der Blick nicht gebrochen wird, sondern ungehindert durch den Raum gleiten kann. Fazit: Der Raum wirkt größer. Besonders „groß“ scheint er übrigens, wenn der Duschbereich mit demselben Bodenbelag bestückt wird wie das übrige Bad.

4. Welche Farben bieten sich für ein kleines Bad an?

Grundsätzlich sind helle Farben für kleine Räume zu bevorzugen. Sie strahlen nicht nur Harmonie aus und bringen so Ruhe ins Gesamtbild, sie „dehnen“ das Bad auch optisch. Dunkle Farben dagegen lassen das kleine Bad schnell gedrungen aussehen und wirken weniger einladend -besonders wenn keine natürliche Lichtquelle vorhanden ist.

5. Welche Heizungsversion ist ideal für ein kleines Bad?

Im Prinzip kann natürlich jede Heizung in entsprechender Größe installiert werden. Ein schmaler Handtuchheizkörper hat z.B. eine Mehrfachfunktion, die dem begrenzten Raumangebot zupasskommt. Platzsparender als alle anderen Heizungen ist allerdings die Fußbodenheizung. Sie verschwindet mit ihrer gesamten Technik im Bodenbereich. Einzig sichtbares Element bleibt der Thermostat. Der gewonnene Raum kann für Sanitärelemente oder Badmöbel verwendet werden.

6. Was muss ich bei der Beleuchtung beachten?

Da die Lichtquellen in einem kleinen Bad nie weit von Wanne, Dusche oder Waschbecken entfernt sind, bieten sich für die meisten Bereiche Leuchten mit der Schutzart IP44 an. Sie sind rundum spritzwassergeschützt und können innerhalb von 60 cm Tiefe ab Dusche und Wanne angebracht werden. Für Bereiche, die näher an oder sogar in Dusche oder Wanne liegen, gelten höhere Schutzanforderungen. Was weiter entfernt ist, muss lediglich tropfwassergeschützt sein.

Deckenleuchten und Deckenspots gehören zu den beliebtesten Lichtgestaltungs-Elementen für Bäder überhaupt. In kleinen Bädern punkten vor allem Spots, weil sie optisch mit der Decke verschmelzen, den Raum optimal ausleuchten und damit für räumliche Weite sorgen.

7. Wohin mit den Möbeln in einem kleinen Bad?

Stauraum für Handtücher, Pflege- und Kosmetikartikel sowie Fön und andere Badutensilien ist in kleinen Bädern besonders rar. Deshalb sollte gut überlegt sein, wo entsprechende Badmöbel platziert werden. Unter und über dem Waschbecken sowie über der Toilette gibt es immer freien Raum, der sich für Waschtisch-Unterschrank, Spiegelschrank und Hängeschrank nutzen lässt. Wenn sich dann noch Kapazitäten z.B. für eine schmales Regal ergeben - umso besser!

8. Ist ein kleines Bad nachhaltiger als ein großes Bad?

Die simple Antwort ist: ja! Sowohl bei der Renovierung bzw. Sanierung als auch im Unterhalt gilt ein kleines Bad nachhaltiger als ein großes Bad. Der Verbrauch an Montage- und Installationsmaterial, Boden- und Wandbelägen ist einfach geringer. Auch die Beleuchtung braucht weniger Strom, da weniger Raum ausgeleuchtet werden muss. In der Folge heißt das, es werden weniger Leuchtmittel und weniger Energie benötigt.

9. Ist ein kleines Bad kostengünstiger als ein großes Bad?

Auch diese Frage kann mit einem klaren „Ja“ beantwortet werden. Denn aus der Tatsache, dass ein kleines Bad im Vergleich weniger Material, Energie und Arbeitsstunden braucht, ergibt sich ein geringerer Kostenaufwand.

10. Welche weiteren Vorteile hat ein kleines gegenüber einem großen Bad?

Tatsächlich lassen sich einige Vorteile finden: Zunächst sind die Wege kürzer. Für ältere oder gehbehinderte Menschen ist das ein klares Plus. Allerdings muss bei einem barrierefreien Bad ein Abstand von 120 cm vor jeder Sanitäranlage eingehalten werden.

Außerdem ist ein kleines Bad schneller zu reinigen. Dass sich sechs Quadratmeter flinker sauber halten lassen als zehn oder fünfzehn, versteht sich von selbst. Allerdings sollte man auf eine gute Organisation achten, denn unnötig viele Utensilien auf Boden oder Ablageflächen erschweren die Raumpflege.

Last not least strahlt ein kleiner Raum automatisch Geborgenheit und Gemütlichkeit aus. Es braucht nicht viel, um ihn zu einem wahren Schmuckkästchen zu machen. Ein paar hübsche Details und liebevoll ausgewählte Accessoires reichen dazu schon aus. Eine warme Lichtfarbe tut ein Übriges, um eine heimelige Atmosphäre zu erzeugen.

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